| Kanonenboot
S.M.S Otter (1877) das einzige nicht salutfähige Kriegschiff der Kaiserlichen Marine |
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Infos zum Modell: Das 1:250 Modell ist wirklich nur etwas für erfahrene Modellbauer, die Bauteile sind zum Teil winzig! Der große Otter ist auch noch relativ anspruchsvoll, kann aber auch von fortgeschrittenen Anfängern gebaut werden, weil man die meisten Kleinteile weglassen kann. Beide Modelle können wahlweise mit oder ohne Unterwasserschiff, und mit oder ohne Masten gebaut werden. Die Segel sind auf extra dünnem Papier gedruckt. Bei den Downloads gibt es für das kleine Wasserlinienmodell einen Sockel, der exakt in die kleinen Vitrinen eines international bekannten Möbelhauses passt. Die Fotos zeigen den großen Otter mit Unterwasserschiff und ohne Masten, so wie er wirklich aussah, das kleine Modell trägt die rekonstruierten Masten und Segel.
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...und zum Original: Stapellauf: 7. Juni 1877 Schichau, Elbing Mit der Erweiterung der Wirtschaftsinteressen in den chinesischen Gewässern und dem dadurch verstärkten Auftreten von Seeräuberei, sah sich die Kaiserliche Admiralität Mitte der 70-er Jahre des 19. Jahrhunderts gezwungen den Bau von Schiffen zum Schutz der dortigen politischen und wirtschaftlichen Interessen voranzutreiben. So entstand der Plan für das als „Piratenjäger“ bezeichnete Schiff. Es sollte vor allem durch seine flachgehende Konstruktion fähig sein, die seichten Flussmündungen und Buchten zu überwachen. Den Auftrag für den als “Ersatz Delfin” bezeichneten Bau erhielt im Dezember 1876 die Fa. Schichau in Elbing, die damit erstmalig für den Kriegschiffbau herangezogen wurde. Der Neubau erhielt den Namen “Otter” und lief am 7.6.1877 vom Stapel. Nach der ersten Indienststellung und der Überführung nach Kiel unter dem Kommando von Oberleutnant Piraly ergaben umfangreiche Probefahrten eine so geringe Seefähigkeit, dass zum Erreichen von Wilhelmshaven der Weg durch den Eider-Kanal dem Seeweg um Skagen vorgezogen wurde. Deshalb wurde die “Otter” am 19. Juni 1878 vorerst vom Dienst zurückgezogen. Ein Transport nach China bei dem das Schiff zerlegt werden sollte, wurde aufgrund technischer Schwierigkeiten fallengelassen. Wegen dem dadurch bedingten Einsatz in Heimatgewässern, verzichtete man auf den vorgesehenen Einbau der Takelage. Von 1880 bis 1886 wurde die “Otter“ ohne offizielle Indienststellung als Tender für das Artillerieschulschiff “Mars“ eingesetzt. Hierbei brachen während eines Übungsschießens mehrere Decksplanken woraufhin die Geschütze demontiert wurden. Die “Otter“ war somit nicht nur das kleinste, sondern auch das einzige nicht salutfähige Kriegschiff der Kaiserlichen Marine. Am 11. Juni 1887 wurde das Schiff der Schiffsprüfungskommission mit Sitz in Kiel zugewiesen. Als wichtigstes Ereignis in der Schiffsgeschichte ist dabei das Durchfahren des Kaiser-Wilhelm-Kanals noch vor der offiziellen Eröffnung zu erwähnen. 1898 wurde die “Otter“ der neu gebildeten Minen-Versuchs-Kommission zugewiesen und im Seeraum Cuxhaven stationiert, wo sie bis 18 März 1907 eingesetzt war. Die Streichung aus der Liste der Kriegsschiffe erfolgte zwei Monate später. Nach der Verwendung als Unterrichtshulk für das Torpedoschulschiff “Württemberg“ diente es in den Jahren 1912-1914 als Fähre und Kohlenpram. 1914 wurde das Schiff von der Firma Anschütz aufgekauft und als Versuchsschiff für Kompassprüfungen verwendet. 1926 wurde die “Otter“ nach 48 Jahren verschrottet. (J.S.) |
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