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Infos zum Modell:
Ein sehr schönes Modell mit einem eher geringen Schwierigkeitsgrad. Alle
Kleinteile können durch einfache Alternativen ersetzt werden. Daher ist
dieses Modell auch von Einsteigern gut zu bewältigen.
Die übliche exakte Computerkonstruktion wurde hier mit einer handgemalten
Oberflächengrafik kombiniert, die dem Modell ein lebendiges Aussehen verleiht.
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...und zum Original:
Der Bau der Festung begann Winter 1761 mit dem Aufschütten der künstlichen
Inseln auf denen die Festung steht. Das Aufschütten dauerte ca. 5 Jahre.
In dieser Zeit wurde auch der Hagenburger Kanal zum Transport des Baumaterials
gebaut, da das Südufer unzugänglich war. Der Bau der eigentlichen Sternschanze
dauerte noch einmal ca. 2 Jahre. Ursprünglich war der Wilhelmstein von
16 kleineren Inseln umgeben, die Bastionen, Ravelins und Courtinen auf
denen auch Werkstätten, Stallungen und Unterkünfte untergebracht waren.
Die ganze Anlage maß etwa 150m x 150m. Die Idee des Bauherren Graf Wilhelm
zu Schaumburg-Lippe, die hinter der Errichtung der Festung stand, war
eine uneinnehmbare Rückzugsmöglichkeit für Regierung und Heer zu schaffen,
um mögliche Angreifer von der Besetzung seines kleinen Landes abzuhalten.
Unter dem Einfluss des gerade zuende gegangenen 30-jährigen Krieges wollte
er sein Land möglichst stark befestigen, um den Frieden zu sichern. Auf
dem Wilhelmstein lebten zwischen 250 und 144 Soldaten. Die Lebensbedingungen
in den Kasematten waren ziemlich unangenehm durch die Enge und die ständige
Feuchtigkeit, die zu Krankheiten führten. Dazu kam es im Winter oft zu
Eisgang, der die Insel vom Festland abschnitt. Auf der Insel wurden daher
große Mengen Vorräte gelagert. Die Bewaffnung des Wilhelmstein bestand
aus 166 Geschützen, die größten waren 4 12-pfündige Kanonen. Die beste
Verteidigung war jedoch seine isolierte Lage auf dem See. Zum militärischen
Konzept der Festung gehörte die Anlage Wilhelmsteinerfeld, die quasi als
Brückenkopf die Landverbindung sicher stellte. Das Feld war eine Mischung
aus landwirtschaftlicher Kolonie und Befestigungswerken. Mit dem Tode
Graf Wilhelms 1777 wurden die Flächen wieder dem Moor überlassen. Zwischen
1767-1778 wurde der Wilhelmstein als Militärschule für angehende Artillerieoffiziere
genutzt. Der berühmteste Schüler war wohl Gerhard von Scharnhorst, bekannt
als Militärreformer. Hiermit zeigte Graf Wilhelm vor allem seine Einstellung
als Vordenker und Erfinder im Bereich militärischer Neuerungen. Auf dem
Wilhelmstein befanden sich eine Bibliothek und ein astronomisches Observatorium.
Die Offiziere wurden neben der praktischen Artillerieausbildung in Fächern
wie Geographie, Diplomatie, Medizin, Mathematik, Sprachen und vielen anderen
Fächern unterrichtet. Die Belagerung 1787 Graf Wilhelm starb ohne einen
Erben, und so stritten sich das Haus Hessen-Kassel und Lippe-Alverdissen
um die Grafschaft. Als der Nachfolger Graf Phillip Ernst starb, marschierten
die Hessen nach Schaumburg-Lippe ein und auf dem Wilhelmstein verschanzten
sich etwa 150 Verteidiger. Es gelang den Hessen nicht die Festung zu erobern.
Sie hatten keine Boote für Ihre Kanonen und am Ufer war es zu sumpfig
um die schwere Artillerie aufzubauen. Daher sollte der Wilhelmstein ausgehungert
werden Doch auch das hat nicht funktioniert, weil die Insel vom Nordufer
aus Versorgt werden konnte. Gefängnis bis 1867 Nach der Verlegung der
Militärschule 1778 nach Bückeburg wurde der freiwerdende Platz auf dem
Wilhelmstein als Gefängnis genutzt. In den Kasematten wurden zwei Zellen
eingerichtet, in denen saßen vor allem Diebe, Räuber oder Brandstifter
mit langen Haftstrafen ein. Zusätzlich zur Haftstrafe mussten die Gefangenen
Zwangsarbeit leisten, das bedeutete vor allem Schwerstarbeit bei der Uferbefestigung.
Einigen wenigen Gefangenen gelang jedoch auch die Flucht. Im 19. Jh. wurde
der Wilhelmstein mehr und mehr zu einem Ausflugsziel. Heute steht der
Wilhelmstein auf einen quadratischen Insel mit ca. 100m Kantenlänge. Die
Vorgelagerten Inseln waren baufällig geworden, daher wurden die Gräben
zwischen den Inseln zugeschüttet und die Uferkante neu befestigt. Heute
stehen noch 9 von den ursprünglich 16 Nebengebäuden, in ihnen befinden
sich z.B. die Wohnung des Inselvogts und eine Gaststätte. Die Außenwerke
wurden vollständig abgebrochen, ihre Form kann aber anhand der schiefen
Winkel der Nebengebäude noch nachvollzogen werden.
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